Deutsche Kriegsgräberstätte Andilly

 

Néeropole Militaire Allemande d´Andilly

 

Auf dem deutschen Soldatenfriedhof Andilly ruhen 33123 Opfer des 2. Weltkrieges

 

Andilly ist die größte Kriegsgräberstätte des 2. Weltkrieges in Frankreich.

 

D10E ;  54200 Andilly/ Departement Meurthe-et-Moselle

10 km nördlich von Toul

48.755096   5.907882

 

Im Jahr 1944 legten die amerikanischen Truppen in Andilly einen vorläufigen Friedhof für ihre eigenen Gefallenen und die der sich zurückziehenden deutschen Truppen an. Dieser vorläufige Friedhof umfasste 5.000 Gräber.

 

Nach dem Krieg betteten die Amerikaner ihre Soldaten auf den Lorraine American Cemetery in St. Avold um. Dadurch wurde der Friedhof Andilly zur Deutschen Kriegsgräberstätte Andilly mit damals 5.000 Toten.

 

Nach Andilly wurden 575 deutsche Gefallene aus St. Avold und 4.891 aus Epinal-Dinoze umgebettet. Dadurch nahm die Zahl der Beigesetzten in Andilly auf 11.000 zu.

Ab 1957 hat der Volksbund noch  gefallenen deutschen Soldaten nach Andilly überführt, die in Gebieten westlich von Metz und noch 11 Departements beigesetzt waren. Dabei wurden auch 2.000 bis dahin unbekannte tote Soldaten in den Vogesen entdeckt und umgebettet. So entstand mit 33.085 Gräbern die größte deutsche Kriegsgräberstätte des Zweiten Weltkriegs in Frankreich.

 

Am Eingang der Kriegsgräberstätte stehen die Worte:

„Les tombes de soldats sont les grands prédicateurs de la Paix (im Original: ‚Kriegsgräber sind die großen Prediger des Friedens‘)“ – Albert Schweitzer, Nobelpreisträger

 

Teilnehmer aus ganz Europa helfen laufend bei der Instandhaltung des Friedhofes in sogenannten Workcamps und fördern so die Völkerverständigung.

 

Im Frühjahr 1961 wurde der Friedhof gärtnerisch gestaltet in Form eines Haines, der von einem Wall mit Sträuchern und Bäumen umfasst wird.Ein Wall, der mit Sträuchern bepflanzt ist, bildet eine dauerhafte Einfriedung. Verstreut stehende Baumgruppen und ein dichter Kranz von Bäumen rund um den Friedhof verleihen diesem bereits heute den Charakter eines lichten Haines.

 

Die Grabstätte ist von einer kleinen Mauer eingefasst. Von einer Mauerseite kann man auch den Friedhof auch betreten. Vor der Mauer ist ein Graben.

 

Der Eingang ist in einem Eingangsbau. Er ist länglich.Links neben dem Eingang ist das Gebäude der Kapelle.Durch eine kunstgeschmiedete Tür im Eingangsbau betritt der Besucher den Friedhof und hat von hier aus einen weiten Blick über das Gräberfeld.

In der Kapelle steht ein  Altarstein, der die Inschrift trägt: "33 085 deutsche Soldaten sind auf diesem Soldatenfriedhof zur letzten Ruhe gebettet". Eine Wand hat ein Mosaik, welches drei trauernde Soldaten darstellt. 

Ausserhalb der Ehrenhalle/Kapelle ist an  einer Nischenwand ein Holzkreuz angebarcht, das einst auf der deutschen Kriegsgräberstätte Pouxeux gestanden hatte. Deutsche Kriegsgefangene hatten es für ihre toten Kameraden geschnitzt.

Auf der rechten Seite, in einem kleinen Raum, liegen in einem Schrein die Namenbücher der hier Bestatteten aus.

 

1995 wurde als Zeichen der Hoffnung und des Friedens ein Ginkgo-Baum gepflanzt.


Der Friedhof wurde am 29. September 1962 eingeweiht.  

Quelle: Wikepedia und www.volksbund.de