Ehrenfriedhof Bad Lippspringe im Kurwald

58 Opfer des 1.Weltkrieges

 163 Opfer des 2. Weltkrieges, davon 85 sowjetische Kriegsgefangene

 

 

im Kurwald , Ehrenfriedshofweg ;  33175 Bad Lippspringe

51.793318   8.818608

 

Die Kriegsgräberstätte liegt mitten im Kurwald und ist nur zu Fuss zu erreichen.

Ehrenfriedhof Bad Lippspringe

 

Der Ehrenfriedhof liegt mitten im wunderschönen Bad Lippspringer Kurwald und lädt den Spaziergänger zum besinnlichen Verweilen ein.

Hier auf dem Ehrenfriedhof im Kurwald  ruhen 158 Soldaten des Ersten und 163 Opfer des Zweiten Weltkrieges. Zu den Opfern des Zweiten Weltkrieges  gehören 79 Soldaten unterschiedlicher Nationalität, hauptsächlich aber Angehörige der deutschen Wehrmacht und 85 sowjetische Kriegsgefangene.

 

Der Ehrenfriedhof wurde 1917 fertiggestellt. Hier wurden zuerst verstorbener Soldaten – meist Lungenkranke -aus den Lazeretten beerdigt.

An der Errichtung des Friedhofs waren französische Kriegsgefangene beteiligt, die in einem Lager auf dem Gelände zwischen der Detmolder Straße und der Triftstraße (wo heute die Concordia Schule steht) gefangengehalten wurden.

1923 fand die zunächst letzte Beerdigung auf diesem Friedhof statt.

 

Auch im Zweiten Weltkrieg war Bad Lippspringe Heilstation für Lungenkranke. Ab April 1937 standen im Cecilienstift 100 Betten für tuberkulosekranke Hitlerjungen bereit. Im September 1944 wurde das Auguste-Victoria-Stift Lazarett für tuberkulosekranke Angehörige der SS. Einige von ihnen sind auf diesem Friedhof beerdigt.

 

Ein rechts vom Eingang gelegenes Gräberfeld ist die letzte Ruhestätte für 85 sowjetische Kriegsgefangene. An sie erinnert ein Obelisk mit folgender Inschrift:

„Hier liegen 85 sowjetische Bürger begraben, die in faschistischer Gefangenschaft umgekommen sind. 1941-1945“

Im August 1945 wurde das Lazarett aufgelöst.

 

Mitte der fünfziger Jahre wurde der Friedhof  neu gestaltet. Die Gräber der  sowjetischen Kriegsgefangenen erhielten Grabplatten, die anderen Steinkreuze.

Einige Umbettungen wurden vorgenommen, in deren Verlauf die Identität eines weiteren bis dahin unbekannten Jagdfliegers aufgrund zahntechnischer Befunde geklärt werden konnte. Es handelt sich dabei um Feldwebel Anton Rappelsberger, der im Grab 218 ruht. Sein Grabstein wurde mit einem zusätzlichen Messingschild versehen.

Die letzte Beerdigung auf diesem Friedhof fand am 1. September 2000 statt.