Deutscher Soldatenfriedhof Bouillonville

 1368 Opfer des 1. Weltkrieges;

 

ein Foto von1918, welches trauernde an einem Grab stehende Soldaten des Rh. Res.-Inf.-Reg. 258 zeigt, soll die Vorlage gewesen sein, für die Skulpurengruppe "Trauende Soldaten" von Prof. Emil Krieger auf dem Deutschen Soldatenfriedhof Langemark/Westflandern sowie dem Wandmosaik in der Krypta auf dem Deutschen Soldatenfriedhof Lommel , Provinz Limburg/Belgien.

 

Rue Principale/Le Village

54470 Bouillonville / Departement Meurthe-et-Moselle

 


Der deutsche Soldatenfriedhof Bouillonville wurde im September 1914 von der eigenen Truppen angelegt. Er nahm die Gefallenen auf, die ihr Leben bei den Kämpfen um den Besitz der Maashöhen zwischen St. Mihiel und Verdun verloren hatten. Weitere hohe Verluste verursachte der ständige Stellungskrieg mit den Versuchen beider Seiten, eine günstigere Position gegenüber dem Gegner zu erreichen. Auch aus dem Abschnitt St. Mihiel - Priesterwald - Pont-à-Mousson wurden zahlreiche Schwerverwundete in den Lazaretten von Bouillonville und Umgebung versorgt - viele erlagen hier ihren Verletzungen. Auch Gefallene nahm die abgelöste Truppe mit ins Hinterland, um sie außerhalb der Feuerzone auf einem Friedhof beizusetzen. Die rückwärtigen Dienste bauten den Friedhof bereits während des Krieges weitgehend aus. So wurden damals die Terrassen, die zugehörigen Treppenaufgänge und die Natursteinmauern angelegt sowie zahlreiche Bäume gepflanzt und ein Denkmal errichtet. Die französischen Militärbehörden betteten nach Kriegsende lediglich noch zehn deutsche Tote aus einem benachbarten Ort zu. Von den heute hier Ruhenden gehörte ein großer Teil bayerischen Truppenteilen an, der Rest Truppenteilen deren Heimatgarnisonen in Württemberg, Hessen, Westfalen, Westpreußen, Schlesien, Hannover, Brandenburg, Mecklenburg, Sachsen, Baden, Lothringen sowie im Elsaß und im Rheinland lagen.

Man betritt die Kriegsgräberstätte durch ein geschmiedetes Tor.
Die Grabkreuze sind aus Naturstein mit eingravierten Namen und Daten der hier Ruhenden. Die Gräber sind nur mit Rasen bedeckt. Rund um die Gräber stehen Sträucher, Hecken und Bäume. Der Friedhof ist sehr länglich und terrassenförmig angelegt.

In der Mitte steht ein Denkmal mit der Inschrift „Für Gotte, König und Vaterland“. Auf dem Denkmal thront ein Steinadler.
Alle Gefallenen ruhen in Einzelgräbern. 23 von ihnen blieben unbekannt.

Die sechs Gräber der Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen als Kennzeichnung statt eines Kreuzes eine Grabstele aus Naturstein.

Im hinteren Teil stehen noch einige ältere Grabsteine. Die Inschriften sind zum Teil verwittert.

Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Bundesgeschäftsstelle,
Abteilung Gräberdienst,
Werner-Hilpert-Straße 2,
D-34112 Kassel
Telefon: 0561-7009-0