Deutscher Soldatenfriedhof Consenvoye

 

Auf dem Deutschen Soldatenfriedhof Consenvoye ruhen 11.148 Gefallene und 62 Gefallene der  Österr.-Ung. Armee des 1.Weltkrieges in 8609 Einzel - und Gruppengräbern

Im 2 Gemeinschaftsgräbern ruhen 2537 Soldaten, davon sind 1501 nicht identifiziert.

Es gibt 23 Einzelgräber mit Soldaten mit jüdischem Glauben.

 

Am 22.9.1984 legten Francois Mitterrand und Helmut Kohl erstmals nach dem 2. Weltkrieg im Rahmen einer Versöhnungsfeier einen Kranz nieder.


Standort:

D964 Route Nationale ; 55100 Consenvoye, Departement Meuse

49.279812  5.296524

 

 

Der deutsche Soldatenfriedhof Consenvoye wurde 1920 von den französischen Militärbehörden als Sammelfriedhof angelegt. Hierher wurden deutsche Tote umgebettet, die in einem breiten Sektor zwischen Verdun und Henay links und rechts der Maas im 1. Weltkrieg starben und während der Schlachten um Verdun in provisorischen Grabstätten beigesetzt worden waren. Bei den Rekultivierungsarbeiten wurden weitere Opfer auf dem Schlachtfeld  wurden. Diese Arbeiten erstreckten sich fast bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges. Nach dem Frankreichfeldzug im Mai/Juni 1940 und der anschließenden deutschen Besetzung weiter Teile Frankreichs, bettete 1943 der Amtliche Deutsche Gräberdienst weitere 6.000 deutsche Tote aus Friedhöfen im Maastal und aus nahezu unerreichbaren Regimentsfriedhöfen, die inmitten des Argonner Waldes lagen, nach Consenvoye um.


Am 22. September 1984 legte im Rahmen der Versöhnungsfeier zwischen Deutschen und Franzosen erstmals nach dem Ersten Weltkrieg der französische Staatspräsident Francois Mitterand, gemeinsam mit Bundeskanzler Helmut Kohl, einen Kranz zum Gedenken an die deutschen Kriegstoten auf dem Friedhof Consenvoye nieder. An dieses Ereignis erinnert eine Tafel am oberen Gemeinschaftsgrab mit der Inschrift:

„Auf diesem Soldatenfriedhof trafen sich am 22. September 1984 zum ersten Mal in der Geschichte der beiden Völker der französische Staatspräsident Francois Mitterand und der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl. Sie legten im gemeinsamen Gedenken an die Toten beider Weltkriege Kränze nieder und erklärten: „Wir haben uns versöhnt. Wir haben uns verständigt. Wir sind Freunde geworden.“

Die Kriegsgräberstätte liegt mitten in einer offenen Agrarlandschaft.

Eine Mauer aus rotem Sandstein und ein Weißbuchenhecke begrenzen die Unterseite des Friedhofs. Die Kriegsgräberstätte ist von einer rosa Sandsteinmauer mit Hecken gesäumt umgeben. Man betritt den Friedhof durch ein Eingangstor aus Schmiedeeisen und gelangt auf einen kleinen Vorplatz, der auch mit einer Sandsteinmauer den Friedhof räumlich abgrenzt.

 

Auf der Sandsteinwand ist eine längliche Gussplatte befestigt, die die Aufschrift „Auf diesen Soldatenfriedhof ruht 11148 Deutsche Soldaten / 1914-1918“.

Links und rechts führen gepflasterte Wege an deren Ende ein Blumenbeet steht zu den Grabenfeldern. Auf dem linken Eingang zum Gräberfeld sieht man eine Gussplatte, die im Jahr 2014 eingeweiht wurde mit der Inschrift: „Im Gedenken an die 62 hier ruhenden Soldaten der österreichisch-ungarische Armee und Landwehren  1914 – 2014“.

 

Das Gräberfeld besteht aus Reihen einzelner Metallkreuze mit meist zwei eingegossenen Namen und Daten der hier Ruhenden. Die 23 Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen als Kennzeichnung statt eines Kreuzes eine Grabstele aus Naturstein. Zwischen den Metallkreuzen sieht man auch  Gruppengräbern, in denen mehrere Tote in einem Grab ruhen. Hier sind die Namen in Steinplatten, die ebenerdig vor den Kreuzen verlegt worden sind, eingraviert. Von den 11.146 Gefallenen ruhen 8.609 in Einzel- und Gruppengräbern; 78 blieben namenlos.
 

 

Am oberen Teil des Friedhofes befinden sich zwei Gemeinschaftsgräber. Sie sind mit einem Naturstein eingefasst. In den zwei Gemeinschaftsgräbern mit 2.537 Opfern sind 1.501 namentlich bekannt. Monolithische Kreuzgruppen, stehen zwischen den Blumen verteilt und betonen heute das Bild des Gemeinschaftsgrabes. Auf 27 Metallplatten, die auf der Einfassung des Gemeinschaftsgrabes liegen, stehen die Namen der identifizierten Opfer.

 

Entlang der rechten Seite liegen  20 schwarze Metallplatten mit den Namen von 2.599 Soldaten, deren Zuordnung und das Datum des Todes. Die Platten sind in Dreien gruppiert und werden leicht angehoben.