Kriegsgräberstätte Kamp-Lintfort

  

Auf dem deutschen Soldatenfriedhof Kamp - Lintfort ruhen 1756 Opfer beider Weltkriege:

Erster Weltkrieg

  • 6 Deutsche
  • 1 Russe

Zweiter Weltkrieg

  • 1443 Deutsche
  • 203 Unbekannte
  • 93 Kriegssterbefälle
  • 110 Bombenopfer

Anschrift:

Niersberger Str.;  47475 Kamp-Lintfort

51,5095722   6.527147

 

Die Bombenabwürfe und die Einnahme der Alliierten am Niederrhein forderten im 2.WK zahlreiche Opfer. Allein in Kamp-Lintfort barg der amerikanische Gräberdienst 600 deutsche Tote aus den Trümmern. Sie wurden auf einen angrenzenden Acker am Kommunalfriedhof an der Rheinberger Straße beigesetzt. Hier bestattete man auch die verstorbenen Kriegsgefangenen aus dem Rheinberger Lager.

In der Nachkriegszeit musste die Begräbnisstätte der sich ausbreitenden Industrie und dem Bergbau weichen. 1951 erwarb die Stadt den Niersenberg und errichtete dort einen Ehrenfriedhof. Er wurde am 16. Mai 1954 eingeweiht.

Hier fanden nun sowohl die Kriegstoten aus Kamp-Lintfort, sowie der umliegenden Gemeinden im damaligen nördlichen Landkreis Moers ihre dauerhafte Ruhestätte. Insgesamt wurden 1.756 Verstorbene aus 29 provisorischen Begräbnisplätzen und Gemeindefriedhöfen ( Alpen, Birten, Bönninghardt, Borth, Budberg, Büderich, Ginderich, Kamp-Lintfort, Labbecker Wald, Marienbaum, Menzelen, Orsay,Ossenberg, Veen, Vynen, Wallach und Wardt) übergeführt. Manche von ihnen waren auch einfach nur am Straßenrand oder in Gärten vergraben.

 

Der Soldatenfriedhof Niersenberg  liegt etwas versteckt an einem bewaldeten Hügel in der Nähe der B510, unweit des Klosters Kamp zwischen der Niersenberger Straße und Niersenbruchstrasse.

Der Ehrenfriedhof hat eine Gesamtgröße von  7.065 m². Die Grünfläche beträgt 3.703 m² und die Grabfläche: 3.124 m².

4 große Steinwürfel mit Eichenlaub – und Ritterkreuz-Relief stehen vor dem Eingang. In der Mitte dieser Würfel steht auf einem Ziegelsteinpodest ein weiterer sehr großer Steinwürfel mit einem Adlerrelief. Der Adler wacht über den Ehrenfriedhof.

Davor liegen 4 Steinplatten. Auf einem steht die Inschrift:

Was wir geschaffen,

wir schufens für dich.

Was je wir geopfert,

war Opfer für dich Deutschland“.

Das Denkmal stand ursprünglich vor dem Rathaus.

Man betritt nun die Kriegsgräberstätte durch ein schmales schmiedeeiserne Törchen und gelangt auf einen Vorplatz.

Hier steht ein Steinsakrophag, auf dem ein aufgebahrter Krieg mit Schwert und Leichenhemd liegt ( dies findet man auch so ähnlich auf der Kriegsgräberstätte in Dormagen – Nettersgasse).

Auf dem Steinsockel steht die Inschrift .“ Unseren Toten aus den Weltkriegen. 1914–1918, 1939–1945 und den Kriegen 1866 + 1870–1871“.

Nun betritt man die Kriegsgräberstätte.

Alle Opfer ruhen in Einzelgräber. Zwei Verstorbene teilen sich ein Steinkreuz. Die Grabstellen sind bepflanzt.

Ein gepflasterter Weg führt zu dem Hochkreuz, welches aus Holz ist. Um das Hochkreuz sind die Gräber kreisförmig angelegt.

Der Friedhof wird durch den städtischen Servicebetrieb ASK und der Ortsgruppe des Volksbundes gepflegt. Unterstützung erhalten sie durch die Sankt-Michael-Schützenbruderschaft Saalhoff, Mitgliedern der Reservisten der Kreisgruppe Rhein-Ruhrund der Jugendfeuerwehr.

Jedes Jahr zum Volkstrauertag findet rund um das große Holzkreuz die Zentrale Gedenkfeier statt.

Quelle: www.kamp-lintfort.de

            www.wikepedia.de

            www.volksbund.de